Gottes Liebe erfahren und weiterschenken

Kirche mit Hoffnung

Aufatmen

Editorial September/Oktober 2018

Aufatmen

Jeden Tag, wenn ich in den Spiegel schaue, stehe ich mir gegenüber. Was sehe ich im Spiegel? Was empfinde ich, wenn ich mir in die Augen schaue? Schwachheit, Minderwertigkeit, Ohnmacht oder Kraft, ein Held?

Was siehst du, wenn du am Morgen in den Spiegel siehst? Mache dir dazu kurz Gedanken.

Deine Empfindungen sprechen von deiner Identität. Die Frage ist nun, ob diese Identität der Wahrheit entspricht. Wer oder was gibt dir Identität? Dein Äusseres? Deine Leistungen? Dein Lebensstatus? Ich bin überzeugt, dass wir wissen müssen, wer wir in den Augen Gottes sind. Gott bestimmt unsere wahre Identität!

Dietrich Bonhoeffer sagte: «Klug ist, wer die Wirklichkeit sieht, wie sie ist, wer auf den Grund der Dinge sieht, klug ist allein, wer die Wirklichkeit in Gott sieht.» Siehst du dich, wie Gott dich sieht?

Wir starten am 7. Oktober mit einer neuen Predigtkampagne zum Thema: Aufatmen

Wann atmest du auf? Wenn es endlich Wochenende wird – aufatmen, entspannen. Es gibt unzählige Situationen im Leben, wo wir aufatmen. Aufatmen, befreit werden von Lasten, die uns niederdrücken. Freiwerden soll nicht nur dazu führen, dass wir unbeschwert leben können, sondern auch damit wir frei für Gott leben können. Inhaltlich geht es in der kommenden Predigtreihe darum, wie wir freiwerden von den Schatten der Vergangenheit, damit wir für Gott leben und nicht ständig um uns selbst kreisen. Die Predigtreihe wird seelsorgerlich und uns in die Nachfolge von Jesus hineinführen. Da gilt auch das Sprichwort: «Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.» Für die Kleingruppen wird es deshalb ein Vertiefungsheft von Gust Ledergerber, dem ehemaligen Pfarrer der Stadtmission in St. Gallen, geben. Damit wir so richtig tief in die Materie eintauchen und aufatmen können. Es ist sehr wahrscheinlich, dass bei dieser Predigtreihe auch Unschönes zu Tage kommt. Aber dort wo das Verborgene ans Licht kommt, ist Heilung möglich. Dabei möchte ich betonen, dass Seelsorge und Jesus Nachfolge nicht ausschliesslich für Menschen mit Problemen sind! Jeder Mensch sollte seiner Seele Sorge tragen. Jeder Mensch ist eingeladen, Jesus Christus nachzufolgen, um ihm ähnlicher zu werden. Jeder Mensch ist eingeladen, die guten Werke zu tun, die Jesus Christus für uns vorbereitet hat.

Ich möchte aufatmen und das tun, was Jesus durch mich tun möchte. Bist du dabei?

Solltest du noch in keiner Kleingruppe sein, dann lade ich dich ein, an dieser Predigtkampagne teilzunehmen und dir eine Kleingruppe zu suchen. Vielleicht ist es auch dran eine neue Kleingruppe zu gründen. Gerne unterstütze ich dich dabei.

Nun atme ich auf, weil ich dieses Editorial fertig geschrieben habe.

Mit liebem Gruss

Stefan Kym