Gottes Liebe erfahren und weiterschenken

Kirche mit Hoffnung

Editorial April-Mai-Juni

Endzeit (-Stimmung). Der Coronavirus beschäftigt uns seit Wochen. Zeit, sich ihm zu stellen.


Endzeit

Das Coronavirus beschäftigt uns seit Wochen. Momentan sind die News voll davon. Voll von schlechten Nachrichten bezüglich der Wirtschaft, der wachsenden Ansteckungszahlen, der wachsenden Todesopfern usw. Seuchen sind ein Zeichen der Endzeit (vgl. Lk 21,11; Offb 6,8).

Seit Menschengedenken gibt es sie und hinterliessen in der Vergangenheit tiefe Spuren. Auf Wikipedia gibt es eine schier endlose Liste. Die schlimmste Seuche war vor ca. 100 Jahren, die sogenannte Spanische Grippe (1918-1920). Niemand wusste damals genau, woher sie kam. Innerhalb kürzester Zeit starben mehr Menschen an ihren Folgen als im Ersten Weltkrieg, der zuvor wütete. Jugendliche wurden zu Waisen, Eltern begruben ihre Kinder, ganze Familien wurden ausgelöscht. In nur wenigen Monaten hatte die Grippe einmal die ganze Erde umrundet. Der deutsch-britische Bakteriologe Walter Levinthal schätzt, dass bis zu einem Drittel der gesamten Menschheit infiziert wurde. Eine genaue Statistik existiert nicht, aber Schätzungen gehen von bis zu 100 Mio. Todesopfern weltweit aus. Auch wenn es schon vor Jesus Christus Seuchen gab, so definiert die Bibel seit Jesus’ Tod und seiner Auferstehung die letzten 2000 Jahre als Endzeit.

Die Endzeit ist für Christen keine Zeit der Furcht. Endzeit ist eine Zeit der Bereitschaft. Wir erwarten nicht Katastrophen und Seuchen, sondern Jesus Christus! Seit der Himmelfahrt von Jesus erwarten wir seine Rückkehr und darauf freuen wir uns, denn das Beste kommt noch.

Welche Bedeutung hat nun das Coronavirus in Bezug zur Endzeit? Ich glaube, es ist eine intensive Erinnerung daran, dass wir Menschen keine bleibende Heimat auf dieser Erde haben. Es wird uns schmerzhaft vor Augen geführt, wie unstabil und unkontrollierbar diese Welt und unser Leben sind. Wir sehen unserer Vergänglichkeit auf dieser Welt ins Auge.

In solch schwierigen Zeiten bin ich enorm dankbar, dass mein Leben nicht von einem Virus abhängt, sondern dass ich in Gottes treuen Händen bin. Gott sagt in 4. Mose 16,22 und 4. Moses 27,16, dass er der Herr über Leben und Tod ist (Menge Übersetzung). Gott, mein Daddy ist es, der alles unter Kontrolle hat, der weiss was er tut auch wenn ich nicht alles verstehe. Das Coronavirus ist für mich eine Erinnerung an das, was Gott in Kolosser 3,1-4 sagt und worauf ich mein Leben ausrichten will.

«Da ihr nun also zusammen mit Christus auferweckt worden seid, sollt ihr euch ganz auf die himmlische Welt ausrichten, in der Christus ´auf dem Ehrenplatz` an Gottes rechter Seite sitzt. 2 Richtet eure Gedanken auf das, was im Himmel ist, nicht auf das, was zur irdischen Welt gehört. 3 Denn ihr seid ´dieser Welt gegenüber` gestorben, und euer neues Leben ist ein Leben mit Christus in der Gegenwart Gottes. Jetzt ist dieses Leben den Blicken der Menschen verborgen; 4 doch wenn Christus, euer Leben, in seiner Herrlichkeit erscheint, wird sichtbar werden, dass ihr an seiner Herrlichkeit teilhabt.»

Beten wir darum, dass diese Krisensituation viele Menschen zum Nachdenken bringt. Woher kommen wir? Wozu sind wir da? Wohin soll die Reise gehen? «Gott» ist die Antwort all dieser Fragen. Wir dürfen von ihm Zeugen sein und Hoffnung verbreiten. Die Endzeit ist eine Zeit der Hoffnung, denn noch besteht die Möglichkeit, zu Gott umzukehren.

Herzliche Grüsse

Stefan Kym