Gottes Liebe erfahren und weiterschenken

Kirche mit Hoffnung

Editorial November/Dezember

Wir haben eine Botschaft... eine wunderbare Botschaft für die Welt!

Weil unser Pfarrer Stefan Kym im September drei Wochen Ferien hatte, fragte er mich, ob ich das nächste Editorial für das Relevant schreiben wolle. Ich sagte natürlich spontan zu; man will ja helfen. Kaum zugesagt, keimte in mir die Frage auf: Ja habe ich überhaupt etwas zu sagen? Was beschäftigt mich, was meine Mitmenschen?

Soll ich lautstark auf den Klimawandel hinweisen, so wie dies die Umweltaktivistin Greta Thunberg vor dem Uno-Tribunal tat? Soll ich etwas über die politische und religiöse Lage unseres Landes schreiben und wie sich das immer mehr vermischt? Ängste werden geschürt, Gruppierungen bilden sich, Fronten entstehen. Soll das meine Botschaft sein? Diese Themen beschäftigen die Menschen.

Altersvorsorge, Wohnungsnot, Arbeitsplatz, reicht das Geld bis Ende Monat? Klimawandel, Flüchtlingsströme, drohender Krieg im Osten. All diese Ängste und Sorgen beschäftigen uns und unsere Mitmenschen. Viele haben zu diesen Themen etwas zu sagen. Greta Thunberg, Carola Rakete, Joshua Wong und wie sie alle heissen, sie sind die personifizierten Sinnbilder der momentanen Weltlage und der damit verbundenen Ängste. Ihre Botschaften erreichen Millionen und bewegen sie (in die eine oder andere Richtung). Aber haben sie auch etwas sagen, das den Menschen hilft? Sicher, Probleme werden angesprochen, auf Menschen in Not hingewiesen, aber langfristig? Schaut man genauer hin, so drehen sie die Botschaften der Aktivisten meist darum, was genau die Wahrheit ist? Der Streit um den Klimawandel ist dabei nur ein Beispiel.

Solange aber die Wahrheit darin gesucht wird, von welcher Perspektive aus man die Dinge betrachtet, wird es keine Lösung geben können. Denn die Wahrheit ist keine Ansicht, keine politische Überzeugung, keine noch so gute Botschaft. Die Wahrheit ist eine Person: Jesus Christus.

«Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater ausser durch mich,» sagt Jesus in Johannes 14,6.

Und wenn wir unseren Blick auf Jesus richten, fällt uns noch etwas auf: Jesus ist grösser als unsere Ängste und Sorgen, grösser als das Weltgeschehen. Darum bin ich sehr dankbar für die momentane Predigtserie aus dem Hebräerbrief: «Grösser». Sie passt perfekt in das Geschehen der Zeit. Bist Du auch dabei, den Hebräerbrief mit der Lesehilfe zur Predigt durchzulesen! Es ist mega spannend!

Nun habe ich doch eine Botschaft gefunden und ich will sie am liebsten allen erzählen (auch wenn mir manchmal etwas der Mut dazu fehlt): Jesus Christus ist grösser als unsere Sorgen und Ängste, grösser als die Engel und adere Wesen. Jesus will und kann helfen. Diese Botschaft brauchen die Menschen. Fange heute an, es weiter zu erzählen und du wirst Teil der grössten, je dagewesenen und bewegendsten Botschaft: Jesus Christus, Sohn Gottes, Retter der Welt.

Cyrill Schneider