Gottes Liebe erfahren und weiterschenken

Kirche mit Hoffnung

Klein ganz gross

September 2013

Einigen wird Bill Wilson „Metro Ministries“ ein Begriff sein. Er gründete und leitet den mittlerweile grössten Dienst an Kindern in Amerika, genauer gesagt in New York. Auch nach über 25 Jahren fährt er heute noch Woche für Woche einen der Schulbusse, mit denen mehr als 20’000 Kinder regelmässig zu den Sonntagsschul-Gottesdiensten abgeholt werden. Wow – das ist wirklich ganz gross! Aber wie hat alles angefangen?

Ein kleiner Einblick in die Geschichte von Bill Wilson bringt Erstaunliches zu Tage. Als Kind war Bill eines Tages mit seiner Mutter in den Strassen von New York unterwegs. Sie setzten sich auf eine Bank. Die Mutter sagte ihm, dass er hier warten solle, bis sie wieder zurückkehren würde. Bill wartete vergeblich drei Tage lang bei dieser Bank auf seine Mutter. Ein Mann, er war Christ, beobachtete Bill von seinem gegenüberliegenden Haus aus. Er nahm den Jungen auf, war ihm ein Vater und ermöglichte Bill, als er 14 Jahre alt war, an einem christlichen Jugendcamp teilzunehmen. Diese Woche veränderte Bills Leben.

Warum erzähle ich diese Geschichte? Einige werden von Bill Wilson gehört haben. Aber wer kennt den Mann, der ihn aufnahm? Wer kennt die Leiter und Mitarbeiter vom christlichen Jugendcamp? Wer kennt die anderen Menschen, Christen, die sich in Bill investiert haben? Ohne all diese Menschen wäre aus Bill nicht das geworden, was er geworden ist. Ohne diese Menschen wäre nicht Zehntausenden von Kindern in New York das Evangelium verkündet worden.

Klein, so fühle ich mich manchmal. Du vielleicht auch. Was erreichen wir schon? Viele unserer Dienste sind klein. Eine Kids-Treff Stunde. Vielleicht sogar nur ein Ferienaushilfedienst. Eine Einladung zum Abendessen für zwei, drei Jugendliche. Einen Menschen für ein paar Monate in einer speziellen Phase seines Lebens begleitet. Vielleicht sogar nur ein einziges Gespräch. Wenn du dich in Menschen investierst, verändert und prägt das Menschen und diese prägen wieder andere. Diese Investition kann direkt geschehen durch tatsächliche Begegnungen, aber auch indirekt, indem du die Gemeinderäume reinigst, damit sich die Menschen darin wohlfühlen, oder du erledigst eine administrative Aufgabe, damit die Gemeindeferien durchgeführt werden können oder was auch immer. Du machst mit deinem Handeln einen Unterschied! Du stellst Weichen. Du motivierst Menschen oder demotivierst sie. Dein Handeln hat eine Wirkung! Klein – mag sein. Langfristig hat dein Handeln Auswirkungen über Generationen – plötzlich – ganz gross. Erkennst du den Wert deiner Aufgaben und deiner Handlungen? Wir haben so viele Chancen Einfluss zu nehmen und Gutes zu tun. Mit diesem Bewusstsein wird aus klein nach und nach ganz gross.

Diese Zeilen wollen dich in deinem Dienst und Geben in der Familie, Gemeinde, Stadt und Welt ermutigen und dazu Anreiz geben, als Christ Jesu Auftrag auszuführen. Vielleicht fragst du dich auch: „Wo ist mein Platz, wo will Gott mich als sein Werkzeug in der Familie, in der Gemeinde, Gesellschaft und Welt gebrauchen?“ Diene ihm da, wo du momentan bist. Frage ihn, was er von dir möchte. Unser ganzes Leben soll ein Gottesdienst sein. Ich freue mich mit so vielen hingebungsvollen und begeisterten Menschen unterwegs zu sein. Danke, dass ihr die FEG Effretikon zu dem macht, was sie ist.

Mit herzlichem Gruss
Stefan Kym